RUDOLF OLGIATI GESTALTER & BEWAHRER
Samstag, 31. Januar 2026, 17 Uhr
Film von Ursula Riederer 1988: «Rudolf Olgiati, Architekt»
Podiumsgespräch: «Begegnungen mit Rudolf Olgiati»
Abendessen
Rundgang durch die Olgiati-Preziosen-Sammlung im Ringel
Sonntag, 1. Februar 2026, 14-17 Uhr
Rundgänge durch die Olgiati-Sammlung im Ringel
Der Architekt Rudolf Olgiati, 1910 in Chur geboren, 1995 in Flims gestorben, entwickelte Mitte des 20. Jahrhunderts eine Synthese zwischen der Bündner Bautradition, klassischer griechischer Architektur und einer Moderne, die sich an Le Corbusiers Bauten orientierte.
Rudolf Olgiati realisierte eine körperhafte, kubische Architektur. Er baute Einfamilienhäuser, auch Zweitwohnsitze im Berggebiet, viele davon in Flims und Umgebung. Auch restaurierte er historisch wertvolle Bauern- und Patrizierhäuser. Er kombinierte alte Bauteile mit neuen Elementen.
Bei seiner Arbeit bei der Renovation alter Bausubstanz in den Tälern Graubündens fand Rudolf Olgiati achtlos behandelten Zeugnissen alter Handwerkskunst, sei es als Gebrauchsgegenstände oder als Gestaltungselemente.
In den Dreissigerjahren begann Olgiati Werkzeuge, Spielzeuge, alte Haushaltutensilien und Gegenstände aus der Landwirtschaft aufzubewahren. Er sah sich aber explizit nicht als Sammler, sondern als Magaziner von Teilen, die später wiederverwendet werden sollten. „Was für eine Zeit typisch ist, muss man erhalten. Und was wirklich modern ist, harmoniert mit alt“ oder „Ich habe die Gegenstände aufbewahrt, weil es schade war, sie wegzuwerfen». waren Olgiatis Worte.
Die Gegenstände waren ursprünglich in den privaten Gebäuden Olgiatis untergebracht. Nach einer Vereinbarung mit Jo Müller, dem damaligen Direktor des Parkhotels Waldhaus, wurde nach Olgiatis Tod gemäss seinen Plänen ein Anbau auf dem Hotelgelände für die Sammlungsgegenstände errichtet.
Da in den letzten Jahren die Ausstellungsräume auf dem Parkhotel-Areal ungenügend beaufsichtigt werden konnten, wurden die kleineren Teile in den Kellerräumen des renovierten ehemaligen Gasthauses Ringel in Trin untergebracht. Im gleichen Haus befindet sich die Sammlung von alten Büchern und Kunstgegenständen von Walter Lietha, der für seine Verdienste den Kulturpreis Graubünden 2025 erhalten hat.
Dieser Teil der Olgiati-Sammlung wird in diesem Umfang erstmals dem Publikum vorgestellt. Als Einführung wird der 1988 durch die Journalistin Ursula Riederer gestalteten Olgiati-Film vorgeführt. Der Film zeigt Olgiati bei der Arbeit und stellt seine Denkweise vor.
Die Anmeldefrist ist abgelaufen.